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Die Gesamtinstallation vermittelt sich durch eine künstlerische Umsetzung der Erlebnisse und Fragen, die das Ereignis «Genua» auf verschiedenen emotionalen und intellektuellen Ebenen aufgeworfen hat. Sie wird alle Sinne fesseln und bis in Bereiche unbewusster Wahrnehmungen dringen. Integriert ist aber auch ein Bereich mit dokumentarischem Charakter: In einem abgetrennten Raum, dem «Giardino del Popolo», der mit einer der Installationen in direkter physischer Verbindung steht, werden authentische Video-, Audio- und Print-Dokumente zugänglich gemacht, aus denen die BesucherInnen interaktiv auswählen können. Dieser Raum lädt ausserdem mit einer Bar und einer Gelateria zum Verweilen und zu einem Austausch mit anderen BesucherInnen ein. Der «Giardino del Popolo» ist eine gestaltete Installation und verkörpert gleichzeitig ein Gefäss der Begegnung und der konstruktiven, solidarischen Auseinandersetzung. Inszeniert wird jedoch nur die angenehme und anregende Umgebung - was dort ausserhalb der konkreten Veranstaltungen des Rahmenprogramms geschieht und sich entwickelt, wird von den BesucherInnen bestimmt. Beim Eintreten in die 1500 Quadratmeter grosse Halle wird die Besucherin unmittelbar mit einer spezifischen Welt konfrontiert. Die Halle wird inszeniert als Ort einer heftigen emotionalen und sinnlichen Auseinandersetzung. Die einzelnen Installationen und Elemente sind individuell beleuchtet und ergeben zusammen eine vielfältige und doch ganzheitliche Szenerie. Die Besucherin betritt die Halle durch einen Lichtfang und trifft als erstes auf die «Kontrollfelder». Gleichzeitig wird mit dem Eintreten ein eigener vielfältiger Makrokosmos an Klängen, Geräuschen, Gerüchen und visuellen Wahrnehmungen erahnbar und wandelt sich mit der Annäherung an die einzelnen Objekte in präzisere Erfassung und Beziehung Auf der gesamten Länge zieht sich am linken Rand ein Spiel von Licht und Schatten hin. Es wird der Eindruck eines bewegten Wassers vermittelt; das Meer in seiner Unendlichkeit, aktiv und beruhigend stoisch zugleich. Schematisch-konzeptuell zeigt die gesamte Installation die Stadt Genua. Die Besucherin sucht sich ihren Weg durch ein Feld von Fotos und anderen Materialien wie Steinen, zerbrochenen Flaschen, Holz, Metallstangen. Die am Boden liegenden Fotos werden ihre Aufmerksamkeit zeitweise fesseln, sie kann sie aufheben und aus der Nähe betrachten und wird dabei mit Stimmen und Geräuschen von authentischen Aufnahmen aus Genua begleitet, die aus kleinen versteckten Lautsprechern kommen. So wird sie sich langsam den einzelnen Installationen nähern, die im hinteren Bereich der Halle und am rechten Rand angeordnet sind. Durch ein entfremdetes klassizistisches Portal betritt sie den «Giardino del Popolo». Die einzelnen Installations-Objekte werden von spezifischen Musik- und Klangfeldern begleitet, die den jeweiligen Ausdruck unterstützen und verstärken. |
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