| Giardino del Popolo | ![]() |
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Unmittelbar nach dem Durchschreiten des Atlas-Portals betritt die Besucherin eine andere Welt. Das Halbrund der Holzwand, die den Raum vom übrigen Geschehen in der Grossen Halle abtrennt, ist vollflächig mit einem farbenprächtigen Fotopanorama ausgestattet. Die Bilder zeigen lebensgrosse Ansichten von den Menschen, die nach Genua gekommen waren, um ihrer Hoffnung auf eine andere Welt Ausdruck zu verleihen und für eine solidarische Gesellschaft einzustehen. Aufnahmen eines Demonstrationszuges gehen über in eine Szene aus dem Stadion Carlini, in dem Tausende von Menschen campierten, und weiter zu einem Bild der Todesstelle von Carlo Giuliani, wo in den Tagen nach seinem Tod eine Skulptur entstanden ist, an der Hunderte von Leuten gearbeitet haben und die sich täglich verändert hat. All diese Bilder sind als Seitenansichten aus der gleichen Perspektive aufgenommen und werden so montiert, dass der Eindruck einer einzigen Szene entsteht. Das Fotopanorama wird von oben mit einem hellen Licht beleuchtet, das jedoch nur die Wand erfasst und gegen die anderen Seiten begrenzt ist, damit kein Licht in den Rest der Halle dringt und auch das Innere des Giardino del Popolo nicht voll beleuchtet ist. Der Boden des Raums wird auf der ganzen Fläche mit Kunstrasen ausgestattet, der mit Isoliermaterial unterlegt ist, so dass die BesucherInnen sich bequem darauf setzen oder auch legen können. Dennoch ist der Boden stabil genug, dass Stühle darauf positioniert werden können. Auf zwei stabilen Campingtischen werden Internetstationen installiert, die den Besucherinnen zur Verfügung stehen. Via einen weiteren Computer kann aus einer umfangreichen Datenbank von Videodokumentationen ausgewählt und von dort aus direkt mit einem Beamer auf eine Leinwand projiziert werden. Eine weitere Station, ausgestattet mit Kopfhörern, beinhaltet die Audiothek mit thematischen Radiosendungen und Interviews von Menschen, die über ihre Erlebnisse in Genua berichten. Auf der Aussenwand der in den Raum integrierten WC-Baracke wird eine Wandtafel oder Packpapier angebracht, wo auf verschiedene Veranstaltungen hingewiesen wird. Die BesucherInnen können dort auch ihre eigenen Ideen und Gedanken anbringen, so dass eine Art Gästebuch der Ausstellung entsteht. Diagonal zum Eingangsportal wird ein kleiner Hügel gebaut, auf dem bei den Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen die ReferentInnen sitzen werden. Ein Büchertisch und eine Bar mit Gelateria vervollständigen die Atmosphäre eines eigentlichen «Convergence Centers». Der «Giardino del Popolo» ist eine gestaltete Installation und verkörpert gleichzeitig ein Gefäss der Begegnung und der konstruktiven, solidarischen Auseinandersetzung. Inszeniert wird jedoch nur die angenehme und anregende Umgebung - was dort ausserhalb des Rahmenprogramms geschieht und sich entwickelt, wird von den BesucherInnen mitbestimmt, die sich nach ihren eigenen Interessen weiterbilden und mit anderen austauschen können. |
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