| Fotoschlachtfeld | ![]() |
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Die Fotos liegen ungeordnet auf dem Boden verstreut, ergänzt wird das Chaos durch andere Materialien wie Steine, zerbrochene Flaschen, Holz, Metallstangen, Gummischrot, Abfall usw.. Gleichzeitig wird die Betrachterin mit authentischen Aufnahmen aus Genua konfrontiert; wenn sie sich den Bildern nähert, hört sie Geräusche wie Gespräche, Schreie, Panikmomente, Explosionen von Tränengaspetarden und Hubschrauber. Die in Genua gemachten Erfahrungen haben mich dazu gezwungen, die Fotos auf diese Weise zu präsentieren. Der Wahrnehmungseffekt wäre nicht derselbe, wenn die Fotos in einem sauberen Rahmen gezeigt würden. Die Distanz, die bei an der Wand hängenden Bildern vorhanden ist, fällt bei der gewählten Darstellungsweise weg, was den Zugang selbstverständlicher und direkter macht. Diese Form der Präsentation scheint mir am objektivsten und ehrlichsten, weil die Betrachterin sich einen individuellen Weg durch die am Boden liegenden Bildern suchen muss. Von der Besucherin wird zudem eine besondere Geste verlangt: Sie muss sich niederbeugen um die Fotos aus der Nähe zu betrachten. Es bleibt ihr überlassen, wie lange sie bei einzelnen Fotos verweilen und ob sie sie aufheben und allenfalls an einem anderen Ort wieder hinlegen will. Die Tatsache, dass die Fotos am Boden liegen, hat eine weitere symbolische Bedeutung: all die Menschen, die ich während diesen Tagen getroffen habe, waren danach am Boden zuerstört. Das Bild des tot daliegenden Carlo Giuliani und all der anderen misshandelten Demonstranten machten alle 300000 Dagewesenen zu Traumatisierten. (Pino Scuro) Die Motive der Fotos, die emotionale, tragische, politische aber auch ästhetische Momente zeigen können, sind ebenso vielfältig wie deren Urheberschaft (vom professionellen Fotografen bis zum zufällig an der Demonstration mitwirkenden Menschen). Geräusche, Stimmen, authentische Demo-Aufnahmen aus Genua |
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