| Mikado | ![]() |
|||
In einer grossen Wasserlache liegen Gerüstrohre ineinanderverzettelt auf dem Boden, so dass die ganze Szenerie an ein überdimensionales Mikadospiel erinnert. Auf den Rohren sind fünf Monitore positioniert, die Bilder von gehenden und laufenden Beinen in verschiedenen Situationen zeigen. Dieser Installation liegt das Konzept der Instabilität zugrunde; das Durcheinander von wackligen Rohren bildet einen fiktiven Boden, auf dem sich die auf den Bildschirmen ausgestahlten Beine bewegen. Die Instabilität dieses Fundaments weckt Gefühle der Unsicherheit, der Zerbrechlichkeit und der Spannung. Die auf den Bildschirmen sichtbaren Menschen bewegen sich auf unsicherem Terrain, und trotz allem führen ihre Beine sie mal schneller, mal langsamer, aber dennoch stetig weiter. Es gibt keine Gewissheit darüber, wie lange der instabile Boden uns trägt, eine falsche Bewegung kann genügen um das ganze Gerüst zu Fall zu bringen. Jede weiss auch, wie schwierig es beim Mikadospiel ist, ein Stäbchen aus dem Haufen herauszulösen, ohne die anderen zu bewegen, so stark sind sie voneinander abhängig. Diese Installation ist eine Metapher für die globalisierte Welt, in der alles miteinander verknüpft ist; die Stabilität, auf der wir uns bewegen, bleibt trügerisch, solange die Rohre ungleichen Belastungen ausgesetzt werden. |
||||